Am 21. Januar 1999 wurde der 43-jährige Jörg K. im Schnelsener Wassermannpark erschossen. Vorausgegangen war offenbar ein Streit in der nahe gelegenen Straße Grothwisch. Ein Schuss traf ihn tödlich in die Brust, der Täter verschwand – und wurde bis heute nicht gefunden.
Der Fall sorgte damals weit über Schnelsen hinaus für Aufsehen. Die Polizei ging davon aus, dass der Täter aus der näheren Umgebung stammen könnte. Rund 250 Männer aus dem Umfeld des Wassermannparks wurden im Zuge der Ermittlungen fotografiert, zahlreiche Hinweise wurden überprüft. Die außergewöhnliche Suche machte bundesweit Schlagzeilen. Trotzdem blieb der entscheidende Hinweis aus.
Jetzt nimmt Prof. Dr. Klaus Püschel den Fall noch einmal unter die Lupe. Der renommierte Hamburger Rechtsmediziner beschäftigt sich mit den damaligen Erkenntnissen und der Frage, was sich mit dem Wissen und den Möglichkeiten von heute möglicherweise neu bewerten lässt.
Und dabei setzt Püschel auf die Menschen aus Schnelsen. Wer lebte damals in der Gegend? Wer erinnert sich an die Ereignisse, an Beobachtungen oder Gespräche? Gibt es ein Detail, das seinerzeit unwichtig erschien und heute plötzlich eine andere Bedeutung bekommen könnte?
Dieser Abend soll mehr sein als eine Rückschau auf einen ungeklärten Mordfall. Gemeinsam mit den Schnelsenern will Püschel noch einmal nach Antworten suchen. Vielleicht schlummert irgendwo eine Erinnerung, ein bislang unbekannter Hinweis oder ein entscheidendes Detail. Nach mehr als 27 Jahren wird der Fall dort noch einmal aufgerollt, wo alles begann – in Schnelsen.
Mord im Wassermannpark – Prof. Dr. Klaus Püschel nimmt den Fall neu unter die Lupe
Datum: 9. November 2026Time 19:00


