Ein Stadtteilkulturzentrum wird zur Leinwand!

Schon lange trieb uns der Gedanke um, dass wir als Begegnungsstätte erkennbar sein wollten. Unser Haus ähnelte eher einem Bürogebäude und man konnte nicht erahnen, was wirklich in uns steckt.

So entwickelte sich über Jahre die Idee, dass Erscheinungsbild des Freizeitzentrum Schnelsen e. V. in Kooperation mit Institutionen und Menschen aus dem Quartier zu verändern.

Urban Art sollte den äußeren Eingangsbereich beleben und unser vielschichtiges Angebot sichtbar machen. Das Street Art Projekt war geboren!

Um diese Aktionskunst im öffentlichen Raum umzusetzen, brauchte es 24 Schüler (21 Mädchen und 3 Jungen) aus der Stadtteilschule Julius-Leber in Schnelsen, 3 Lehrkräfte und den Künstler Kai Teschner, der die Schüler anleitete.

„Wie werden die Schüler es schaffen, dass Innere des Hauses nach außen zu transportieren?“

Viele Monate der Vorbereitung, diverse Zeichnungen und  Entwürfe waren notwendig- und immer wieder die Frage: „Was macht das Freizeitzentrum Schnelsen aus?“

Am 14.05. startete unser Projekt bei strahlendem Sonnenschein. Zusätzlich zum Eingangsbereich sollte im hinteren Garten ein Container mit Farbe zum Leben erweckt werden.

Jetzt hieß es: Entwurf auswählen, Farben festlegen, Gerüst aufbauen, vorzeichnen, diskutieren, umentscheiden, maßstabsgenau übertragen (Gott sei Dank war ein Mathelehrer vor Ort), Farben mischen, Leitern anlegen und zeichnen, malen und sprayen.

Und da die Straßenkunst ja eher den Jüngeren ein Begriff ist, haben wir uns vorgenommen, in dieser Projektwoche auch die Best Ager mit einzubeziehen.

So gab es am Dienstag einen Vortrag über Street Art von Manfred Meyer – Kunst oder Schmiererei? – der belebt wurde durch die bereits angefangenen Arbeiten am Haus. Überzeugungsarbeit wurde geleistet!

Nach nur ca. 20 l Farbe, 34 Spraydosen und fünf Tagen erfolgreicher Arbeit war unser Mural (Wandbild/Wandmalerei) vollendet.

Gemeinsam entstand ein Bild, das nicht nur das FZS  und unseren Stadtteil kennzeichnet, sondern auch Hamburg ein Stückchen bunter macht.

Wir danken den Mädels & Jungs und natürlich Kai Teschner für Ihren großartigen Job.